Klimaschutz beginnt im Kopf


Eine Idee, die umgesetzt werden wollte

Vor etwa zwei Jahren hatte ich eine Idee, die eigentlich ganz simpel war: Ich mache mir ein Schild, setze mich irgendwo auf einen öffentlichen Platz und meditiere. Ich meditiere, um drauf aufmerksam zu machen, dass sich unsere Umweltprobleme nur dann vollständig lösen lassen, wenn wir das Problem direkt an der Wurzel anpacken – im Kopf von jedem Einzelnen von uns. Und ich meditiere, um zu zeigen, dass wir die Welt nur dann verändern können, wenn wir uns selbst ändern. Taten folgen schließlich Gedanken und Gedanken entstehen im Kopf!

Obwohl diese Idee so einfach klingt, habe ich über zehn Monate gebraucht, um sie tatsächlich umzusetzen. Erst nachdem sie vor ein paar Wochen zum wohl hundertsten Mal in meinem Kopf angeklopft hatte, war ich bereit dazu, alle Ängst Ängste sein zu lassen und es einfach mal zu wagen.

Also habe ich mir ein Schild beschrieben, meine Sachen gepackt, bin in den Schlossgarten geradelt und habe mich auf die Wiese gehockt. Ganz schnell. Ohne es jemandem davor zu erzählen. Damit mich keiner für verrückt erklären konnte. Und damit ich mir nicht noch mehr einreden konnte, wie albern und peinlich diese Aktion vielleicht werden könne.

Was ich während meiner dreiviertelstündigen Meditation so mitbekommen habe (ich hatte ja die Augen zu), war zumindest mal nicht negativ. Einige sind stehen geblieben, aber niemand hat gelacht oder irgendetwas Blödes gesagt. Eine hat sogar laut gemeint: „Ja! Genau so ist es!“

Zu mir gesetzt hat sich an diesem Tag niemand. Aber das war mir in diesem Moment auch egal. Ich war einfach nur glücklich, dass ich endlich diese Angst überwunden hatte und einen weiteren kleinen Schritt gegangen bin.

Die wichtigste Person bei einer Bewegung ist die zweite – die, die sich traut mitzumachen.

Ich träume davon, Menschen zu bewegen. Ich möchte Menschen bewegen, damit sie sich trauen, wiederum andere Menschen zu bewegen. Wie eine Welle. Oder ein Feuer. Oder wie eine Art positiver, gesunder Virus, der sich in die Köpfe der Menschen schleicht und sie glücklicher und zufriedener macht.

Doch ein Statement wird nie zum Movement ohne die Person, die sich traut mitzumachen. Die zweite Person spielt also die wichtigste Rolle bei einer Bewegung. Sie bestimmt, ob das Ganze ins Rollen kommt oder nicht. Denn ist die zweite Person losgelaufen, hat die dritte es nur noch halb so schwer. Und dort, wo schon drei Personen stehen, gesellen sich auch ganz leicht die vierte, die fünfte … und die fünfzigste dazu.

Machst du mit?

Ich möchte das Projekt „Klimaschutz beginnt im Kopf!“ in nächster Zeit gern öfter starten. Der Ablauf wird immer ziemlich ähnlich sein: eine Stunde meditieren an einem öffentlichen Ort.

Wenn du mitmachen möchtest, schaue am besten immer mal wieder auf meinem Instagram-Account nach den nächsten Terminen. 🙂